Südkoreanische Zollbeamte haben ein Kryptowährungs-Geldwäschenetzwerk im Wert von 102 Millionen US-Dollar aufgedeckt, das mit Schönheitskliniken in Verbindung steht, die ausländische Touristen betreuen. Das Netzwerk soll Kryptowährungen genutzt haben, um Zahlungen, die über die chinesischen E-Payment-Plattformen Alipay und WeChat Pay für kosmetische Eingriffe getätigt wurden, zu waschen. Die Behörden planen strengere Kontrollen, um illegale Währungstauschgeschäfte im Bereich des Medizintourismus zu verhindern. Die Operation wurde Berichten zufolge von einem chinesisch-koreanischen Berater einer großen Klinik geleitet, der zusammen mit einem chinesischen Staatsangehörigen Zahlungen auf Bankkonten leitete, Kryptowährungen im Ausland kaufte und diese an südkoreanische Börsen transferierte. Die Gelder wurden anschließend über lokale Geldautomaten in Bargeld umgewandelt. Das Netzwerk wurde 2024 erweitert und umfasste weitere Sektoren, die bei chinesischen Touristen beliebt sind. Drei Personen wurden angeklagt, und ihre Fälle befinden sich nun bei den Staatsanwälten.