Die SEC-Kommissarin Hester Peirce, bekannt als "Crypto Mom", hat die frühere Herangehensweise der Behörde an die Regulierung von Kryptowährungen kritisiert und diese trotz guter Absichten als "methodisch falsch" bezeichnet. In einem Interview hob Peirce hervor, dass die früheren Strategien der SEC unter dem ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler die Entwicklung der Branche behinderten, da es an ausreichendem Dialog mit den Akteuren der Kryptoindustrie mangelte. Sie betonte die Notwendigkeit eines regulatorischen Rahmens, der im Dialog mit der Branche geschaffen wird. Peirce sprach auch die Grenzen der Zuständigkeit der SEC an, insbesondere in Bezug auf Nicht-Wertpapier-Assets wie Memecoins, und riet Investoren zur Vorsicht, da der Schutz der SEC in diesen Bereichen nicht greift. Mit Blick auf die Zukunft stellte Peirce das wachsende Interesse an der Tokenisierung von realen Vermögenswerten fest und betonte die Bedeutung von Transparenz und Offenlegung. Da ihre Amtszeit Ende des Jahres endet, nannte Peirce die Integration von Stablecoins und Fragen der Verwahrung als zentrale Themen für ihre Nachfolge.