Paxful, eine Peer-to-Peer-Kryptowährungsbörse, wurde vom US-Justizministerium (DOJ) mit einer Geldstrafe von 4 Millionen US-Dollar belegt, nachdem das Unternehmen zugegeben hatte, durch kriminelle Aktivitäten infolge unzureichender Anti-Geldwäsche-Kontrollen (AML) Profit gemacht zu haben. Das DOJ gab bekannt, dass Paxful sich schuldig bekannte, an der Förderung illegaler Aktivitäten, einschließlich Prostitution, beteiligt gewesen zu sein und wissentlich Gelder aus kriminellen Quellen übertragen zu haben. Zwischen 2017 und 2019 ermöglichte Paxful über 26 Millionen Transaktionen im Wert von fast 3 Milliarden US-Dollar und erzielte dabei Einnahmen von etwa 29,7 Millionen US-Dollar, während die AML-Schutzmaßnahmen vernachlässigt wurden. Das DOJ hob das Geschäftsmodell von Paxful hervor, das kriminelle Nutzer durch die Minimierung von Compliance-Verpflichtungen anzog, und verband die Plattform mit illegalen Einnahmequellen durch Partnerschaften mit Seiten wie Backpage. Trotz einer möglichen Strafe von 112,5 Millionen US-Dollar einigten sich die Staatsanwälte auf 4 Millionen US-Dollar und begründeten dies mit der Zahlungsunfähigkeit von Paxful. Der Fall unterstreicht einen breiteren regulatorischen Vorstoß zur Durchsetzung von AML-Standards auf Krypto-Plattformen und betont die Notwendigkeit robuster Compliance-Programme zur Verhinderung illegaler Aktivitäten.