JPMorgan hat sein Jahresendziel für den S&P 500 von 7.500 auf 7.200 Punkte nach unten korrigiert und dabei steigende Ölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt als erheblichen Risikofaktor genannt. Die Bank betonte, dass der Markt die wirtschaftlichen Auswirkungen der gestiegenen Energiekosten möglicherweise unterschätzt, was die Verbrauchernachfrage dämpfen und das Wirtschaftswachstum behindern könnte. Historisch gesehen führten Ölpreisspitzen von über 30 % oft zu einer Nachfragereduzierung und gingen Rezessionen voraus. Der S&P 500 fiel kürzlich unter seinen 200-Tage-Durchschnitt, was auf mögliche weitere Rückgänge hindeutet. JPMorgan schlägt vor, dass der Index bei anhaltendem Verkaufsdruck zwischen 6.000 und 6.200 Punkten Unterstützung finden könnte. Trotz der Erwartungen an eine wirtschaftliche Erholung im späteren Jahresverlauf, gestützt durch Investitionen und Konjunkturprogramme, warnt die Bank, dass anhaltende geopolitische Spannungen das Ausmaß dieser Erholung begrenzen könnten.