Goldman Sachs hat seine Ölpreisprognosen für das zweite Quartal 2026 nach einem vorübergehenden Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran überarbeitet. Die Bank senkte ihre Prognose für Brent-Rohöl von 99 auf 90 US-Dollar pro Barrel und für WTI-Rohöl von 91 auf 87 US-Dollar pro Barrel, wobei sie geringere Risikoprämien und eine allmähliche Erholung des Durchsatzes durch die Straße von Hormus anführte. Diese Anpassung führte in dieser Woche zu einem Rückgang der Brent-Rohölpreise um 11 %. Trotz der Revision behielt Goldman Sachs seine Ölpreisprognose für die zweite Jahreshälfte bei und hob die anhaltenden Unsicherheiten auf der Angebotsseite hervor. Die Bank warnte, dass bei anhaltenden Lieferunterbrechungen im Nahen Osten der Brent-Rohölpreis auf 115 US-Dollar pro Barrel steigen könnte. Darüber hinaus senkte Goldman Sachs seine Prognose für die europäischen TTF-Erdgaspreise auf 50 Euro pro MWh, warnte jedoch, dass die Preise 75 Euro übersteigen könnten, falls es zu Störungen im LNG-Transport kommt. Der Waffenstillstand hat die Markttensions vorübergehend entschärft, doch geopolitische Faktoren stellen weiterhin erhebliche Volatilitätsrisiken auf dem Energiemarkt dar.