Sean Murray, Leiter für Kryptowährungen bei Fuse Energy, hebt die bedeutenden Auswirkungen geopolitischer Faktoren auf die europäischen Energiemärkte hervor, im Gegensatz zu den eher selbstversorgenden US-Märkten. Die Energiepreise in Europa sind aufgrund geopolitischer Spannungen volatiler, während die US-Märkte von heimischen Energiequellen profitieren und dadurch externe Abhängigkeiten reduzieren. Die aktuellen Gaspreise sind aufgrund von Störungen in der Straße von Hormus erhöht, mit Preisen, die 50 % bis 70 % über dem üblichen Niveau liegen. Murray stellt fest, dass die Gaspreise die Stromkosten direkt beeinflussen, da Gas ein Hauptbrennstoff für die Stromerzeugung ist. Die Entkopplung zwischen US-amerikanischen und europäischen Gaspreisen wird voraussichtlich abnehmen, da die US-Exportkapazitäten steigen, was die europäischen Märkte potenziell stabilisieren könnte. Darüber hinaus beeinflusst der Status der Gasspeicheranlagen in Europa die Kundenpreise erheblich, wobei die Speicherstände direkt die Marktpreise beeinflussen. Langfristige Störungen durch Angriffe auf Energieanlagen werden in den Marktanalysen nicht vollständig berücksichtigt, was Risiken für die Marktstabilität darstellt. In wettbewerbsorientierten Strommärkten bestimmen Gaspreise oft die Strompreise, selbst bei einem überwiegend erneuerbaren Energiemix. Die Prognose der Energienachfrage bleibt unsicher und wird stark von unvorhersehbaren Faktoren wie der Temperatur beeinflusst.