Emirates Global Aluminium (EGA), der größte Aluminiumproduzent im Nahen Osten, hat aufgrund iranischer Raketen- und Drohnenangriffe auf sein Werk in Al Taweelah in Abu Dhabi für einige Lieferverträge höhere Gewalt erklärt. Die Angriffe, die am 28. März stattfanden, haben erhebliche Schäden verursacht und könnten den Betrieb bis zu 12 Monate lang stören. Diese Entwicklung signalisiert eine schwere Versorgungskrise im Golf, die eine Anlage betrifft, die im Jahr 2025 1,6 Millionen Tonnen Gussmetall produziert hat. Der Konflikt hat auch andere regionale Produzenten betroffen. Aluminium Bahrain (Alba) stellte den Betrieb von drei Schmelzlinien aufgrund der Schließung der Straße von Hormus ein, während Qatars Qatalum nach Angriffen auf seine Energieinfrastruktur den Betrieb aussetzte. Zusammen machen die Produzenten im Golf etwa 9 % der weltweiten Primäraluminiumproduktion aus. Die Störung hat die Aluminiumpreise an der London Metal Exchange auf über 3.500 US-Dollar pro Tonne getrieben, mit Potenzial, 4.000 US-Dollar zu erreichen, falls sich die Lage weiter verschärft. Der Engpass bei der Aluminiumversorgung verschärft die inflationsbedingten Druck auf Branchen, die auf Aluminium aus dem Golf angewiesen sind, darunter die Luft- und Raumfahrt sowie die Automobilindustrie. Während die Region mit anhaltenden Spannungen kämpft, bleiben die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Stabilität eines Waffenstillstands entscheidend, um weitere wirtschaftliche Auswirkungen zu mildern.