Boris Vujčić, der langjährige Gouverneur der kroatischen Zentralbank, wird am 1. Juni 2026 die Rolle des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) übernehmen. Vujčić folgt auf Luis de Guindos, dessen achtjährige Amtszeit am 31. Mai endet. Diese Ernennung markiert einen bedeutenden Meilenstein, da Vujčić die erste Person aus einem EU-Beitrittsland nach 2004 ist, die dem Direktorium der EZB beitritt. Vujčićs Amtszeit bei der Kroatischen Nationalbank seit 2012 ist geprägt von seiner Führung bei der Integration Kroatiens in den Euroraum im Jahr 2023. Beim Antritt seiner neuen Rolle hat Vujčić seine Unterstützung für den digitalen Euro zum Ausdruck gebracht, der der Vision von de Guindos entspricht, den Bargeld ergänzt. Das Projekt des digitalen Euros befindet sich weiterhin in der Vorbereitungsphase, wobei eine Entscheidung über seine Einführung während Vujčićs Amtszeit erwartet wird. Sowohl Vujčić als auch de Guindos betonten die Bedeutung einer datenbasierten Geldpolitik, die sich auf Inflation, Wachstum und Beschäftigungskennzahlen konzentriert.