Circle, der Herausgeber von USD Coin (USDC), steht wegen seiner langsamen Reaktion beim Einfrieren gestohlener Gelder während Krypto-Angriffen unter Beobachtung. Kritiker, darunter der Blockchain-Ermittler ZachXBT, argumentieren, dass Verzögerungen beim Einfrieren von Geldern zu irreversiblen Verlusten und kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen. Ein bemerkenswerter Fall betraf einen Exploit im Wert von 16 Millionen US-Dollar auf SwapNet, bei dem trotz Einfrieranfragen von Strafverfolgungsbehörden und privaten Experten 3 Millionen USDC zwei Tage lang in der Wallet des Angreifers verblieben. Jeremy Allaire, CEO von Circle, betont, dass das Unternehmen sich an rechtliche Rahmenbedingungen halten muss, die eine gerichtliche oder behördliche Genehmigung zum Einfrieren von Geldern erfordern. Kritiker hingegen argumentieren, dass die eingebauten Kontrollmechanismen von USDC zum Einfrieren von Geldern schnellere Maßnahmen zum Schutz der Nutzer ermöglichen sollten. Die laufende Debatte verdeutlicht die Spannung zwischen rechtlicher Compliance und den Markterwartungen an eine schnelle Intervention bei Sicherheitsvorfällen mit Stablecoins. Diskussionen über mögliche Reformen, wie das Clarity Act, zielen darauf ab, diese Herausforderungen zu bewältigen, indem den Herausgebern begrenzte Befugnisse für Notfallmaßnahmen eingeräumt werden.