Die Löhne im öffentlichen Sektor im Vereinigten Königreich sind im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 4,8 % gestiegen und übertreffen damit das Wachstum des privaten Sektors von 3,0 %. Die Bank of England (BoE) beobachtet diesen Trend genau, da Gouverneur Andrew Bailey Bedenken hinsichtlich möglicher inflationsfördernder Druckfaktoren geäußert hat. Der Bericht der BoE vom Februar 2026 verzeichnete einen Höhepunkt des Lohnwachstums im öffentlichen Sektor von 7,9 % Ende 2025, bewertete jedoch zu diesem Zeitpunkt das Risiko einer Übertragung auf die Löhne im privaten Sektor als gering.
Die Verbraucherpreisindex-Inflation (VPI) im Vereinigten Königreich lag Ende Mai 2026 bei 2,8 %, über dem Ziel der BoE von 2 %, befindet sich jedoch im Vergleich zu den Vorjahren auf einem disinflationären Pfad. Die Zentralbank bleibt wachsam, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am 18. Juni 2026, bei der weitere Daten potenzielle Zinssatzentscheidungen beeinflussen werden. Anhaltender Lohndruck könnte die Inflation daran hindern, die Zielwerte zu erreichen, was Herausforderungen für die Geldpolitik darstellt.
Lohnwachstum im britischen öffentlichen Sektor übertrifft den privaten Sektor, BoE überwacht Inflationsrisiken
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