Die Kryptowährungsbranche steht vor einer entscheidenden Herausforderung: Die Anreize für Token müssen darauf ausgerichtet sein, dass Inhaber ihre Token halten und nicht verkaufen, so Brian Flynn. In den letzten fünf Jahren hat Flynn beobachtet, dass die meisten Token-Modelle den Profit durch Verkauf fördern, was zu Interessenkonflikten unter den Inhabern führt. Dieser Konstruktionsfehler führt zu einem "Rennen zum Ausgang", bei dem Insider oft vor Privatanlegern verkaufen und damit das ursprüngliche Ziel untergraben, die Beteiligten um den gemeinsamen Erfolg eines Projekts zu vereinen. Flynn plädiert für ein neues Token-Modell, bei dem die Inhaber durch das Halten und nicht durch den Verkauf profitieren. Er schlägt vor, dass Token-Inhaber die Kontrolle über die Verteilung der Protokolleinnahmen haben sollten, ähnlich wie Aktionäre bei Abstimmungen in börsennotierten Unternehmen. Dieser Ansatz würde die Notwendigkeit von Sperrfristen eliminieren und die langfristige Unterstützung von Projekten fördern. Flynn betont die Dringlichkeit, dieses Problem anzugehen, da sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln, und hebt hervor, dass die Branche glaubwürdige Alternativen vorschlagen muss, bevor sich regulatorische Fenster schließen.