Der Tod des Thodex-Gründers Faruk Fatih Özer hat die Aufmerksamkeit erneut auf den Exit-Betrug in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar gelenkt, der zu bedeutenden regulatorischen Veränderungen im Kryptowährungssektor der Türkei führte. Özer, der eine Haftstrafe von 11.000 Jahren verbüßte, wurde am 1. November tot im Gefängnis aufgefunden. Sein Tod beendet eine Saga, die die Türkei dazu veranlasste, einen umfassenden Rechtsrahmen für Kryptowährungen einzuführen. Als Reaktion auf den Thodex-Skandal führte die Türkei ein Zahlungsverbots des Zentralbank, erweiterte die Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und etablierte ein Lizenzierungssystem für Krypto-Börsen im Jahr 2024. Diese Maßnahmen waren entscheidend dafür, dass die Türkei von der Grauen Liste der FATF gestrichen wurde und sich bis 2025 zum größten Kryptomarkt im Nahen Osten und Nordafrika entwickelte.