Der Gouverneur der südkoreanischen Zentralbank, Rhee Chang-yong, kündigte auf dem Asian Financial Forum in Hongkong an, dass das Land den Bewohnern aufgrund von Marktdruck erlaubt hat, in im Ausland ausgegebene virtuelle Vermögenswerte zu investieren. Darüber hinaus erwägen die Finanzaufsichtsbehörden ein neues Registrierungssystem, das es inländischen Institutionen ermöglichen soll, virtuelle Vermögenswerte auszugeben. Rhee betonte, dass Stablecoins, die in koreanischen Won denominiert sind, voraussichtlich hauptsächlich für grenzüberschreitende Transaktionen verwendet werden, während tokenisierte Einlagen eher für inländische Zahlungen geeignet sein könnten. Er äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich des möglichen Missbrauchs von in Won denominierten Stablecoins zur Umgehung von Kapitalflusskontrollmaßnahmen, insbesondere in Kombination mit Dollar-Stablecoins. Solche Kombinationen könnten zu schnellen Kapitalverschiebungen führen, wenn Wechselkursschwankungen Markterwartungen auslösen, was regulatorische Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere wenn nicht-bankliche Institutionen an der Ausgabe beteiligt sind.