Der südafrikanische Steuerdienst (SARS) hat zum 1. März einen neuen Rahmen für die Meldung von Krypto-Assets (Crypto-Asset Reporting Framework, CARF) eingeführt und das Regime zum automatischen Informationsaustausch (Automatic Exchange of Information, AEOI) erweitert. Diese Initiative verpflichtet Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen, detaillierte Transaktionsdaten direkt an SARS zu übermitteln, was eine präzise automatisierte Abstimmung und gezielte Prüfungen ermöglicht. Der neue Rahmen integriert Kryptowährungstransaktionen und Offshore-Konten in das globale Transparenznetz, das auch für das traditionelle Bankwesen genutzt wird, und erhöht damit die Steuertransparenz erheblich. Rechtsexperten betonen, dass die Annahme, Krypto- und Offshore-Aktivitäten seien außerhalb der Steuertransparenz, nun nicht mehr haltbar ist. Steuerzahler mit Krypto-Beständen über Offshore-Strukturen oder ausländische Börsen sind einem erhöhten Prüfungsrisiko ausgesetzt. Das System wandelt SARS von einem reaktiven zu einem proaktiven, datengetriebenen Modell, das eine hochpräzise Abstimmung der erklärten Einkünfte mit den Transaktionsdaten ermöglicht. Steuerzahler werden ermutigt, das Programm zur freiwilligen Offenlegung zu nutzen, um nicht deklarierte digitale oder Offshore-Vermögenswerte zu regularisieren, bevor automatisierte Datenflüsse Durchsetzungsmaßnahmen auslösen.