Der Zusammenbruch von Jereh, einer in Shenzhen ansässigen Goldhandelsplattform, hat über 150.000 Investoren in Schwierigkeiten gebracht, ihre Gelder zurückzuerhalten. Jereh, das ohne physische Golddeckung operierte, ging Hebelwetten mit bis zu 40-fachem Hebel ein, was bei einem Anstieg der Goldpreise zu untragbaren Verbindlichkeiten führte. Am 20. Januar wurden Auszahlungen eingeschränkt, was Tausende von Investoren dazu veranlasste, ihr Geld in den Büros des Unternehmens einzufordern. Die örtliche Regierung hat eine Taskforce zur Verwaltung der Rückzahlungen eingesetzt, doch die Aussichten für die Investoren sind düster. Die ersten Auszahlungsangebote liegen deutlich unter den Erwartungen, wobei einige nur etwa 6 % ihrer Bestände erhalten. Darüber hinaus erfordert der Rücknahmeprozess von Jereh die Unterzeichnung eines "Strafverzichtsschreibens", mit dem auf rechtliche Ansprüche verzichtet wird, was viele Investoren ablehnen. Die Situation verdeutlicht ein größeres Problem unlizenzierter Goldplattformen in China, die mit ähnlichen Krisen konfrontiert sind.