Das Amt des Währungsprüfers (Office of the Comptroller of the Currency, OCC) hat einen Vorschlag für eine Regelung im Rahmen des GENIUS-Gesetzes veröffentlicht, der darauf abzielt, Stablecoins mit einem Schwerpunkt auf Ertragsbeschränkungen zu regulieren. Der Vorschlag sieht vor, dass Stablecoin-Emittenten und ihre Partner möglicherweise Einschränkungen bei der Gewährung von Ertragszahlungen an Nutzer unterliegen, was eine Debatte über die Zuständigkeit des OCC in diesem Bereich ausgelöst hat. Der Vorschlag legt fest, dass Emittenten keine Zinsen oder Erträge allein für das Halten von Stablecoins zahlen dürfen, was Unternehmen wie Coinbase, Circle, PayPal und Paxos betreffen könnte. Die Unklarheit des Vorschlags, insbesondere in Bezug auf Beziehungen zu Dritten und die Definition von verbundenen Unternehmen, hat Bedenken hervorgerufen. Es wird vorgeschlagen, dass, wenn ein Emittent einen Anteil von 25 % oder mehr an einem Dritten hält, Ertragszahlungen eingeschränkt werden können. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund laufender Diskussionen über eine Gesetzgebung zur Marktstruktur, die die Stablecoin-Aktivitäten in den USA weiter beeinflussen könnte. Sollte das Gesetz zur Marktstruktur in Kraft treten, müsste das OCC seine Regeln entsprechend anpassen.