Das US-amerikanische Amt des Comptrollers of the Currency (OCC) hat eine neue Regelung vorgeschlagen, die von den unter seiner Aufsicht stehenden Herausgebern von Zahlungs-Stablecoins verlangt, das Bankgeheimnisgesetz (Bank Secrecy Act, BSA) und das GENIUS-Gesetz einzuhalten. Die am 22. Juni angekündigte Vorschrift schreibt vor, dass diese Herausgeber Programme zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) sowie Sanktionen und Meldepflichten umsetzen müssen, die vom Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) und dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) verwaltet werden. Die vorgeschlagene Regelung zielt außerdem darauf ab, einen Aufsichts- und Durchsetzungsrahmen für das OCC in Bezug auf die AML/CFT-Verpflichtungen der Herausgeber von Zahlungs-Stablecoins zu schaffen. Sie soll die Koordination zwischen dem OCC und FinCEN bei Durchsetzungsmaßnahmen klären. Dies folgt auf frühere Bemühungen des OCC in Zusammenarbeit mit der Federal Reserve, der FDIC und der NCUA, um öffentliche Rückmeldungen zu den Kundenidentifikationsprogrammen der Stablecoin-Herausgeber einzuholen.