Der Rohöl-Lieferengpass in Nigeria dürfte laut Marktvoraussagen die globalen Ölpreise bis Juni auf 90 US-Dollar pro Barrel steigen lassen. Trotz einer fünfjährigen Höchstproduktion von 1,71 Millionen Barrel pro Tag hat Nigeria Anfang 2026 weniger als die Hälfte des für seine Raffinerien zugewiesenen Rohöls geliefert. Dieser Engpass zwang die Dangote-Raffinerie dazu, im Mai 71 % ihres Rohölbedarfs zu importieren, was die Herausforderungen bei der Balance zwischen Exporterlösen und inländischem Energiebedarf verdeutlicht. Die Marktaktivitäten deuten darauf hin, dass die Lieferbeschränkungen Nigerias den globalen Ölpreis nach oben treiben könnten, wobei die aktuellen Preise eine starke Erwartung widerspiegeln, bis Juni die 90-Dollar-Marke zu erreichen. Diese Entwicklung scheint jedoch keine Auswirkungen auf die Zinssenkungsvorhersagen der US-Notenbank für 2026 zu haben, da diese Märkte weitgehend unbeeinflusst bleiben. Beobachter werden geraten, auf politische Änderungen in Nigeria und Entwicklungen bei OPEC+ zu achten, die die Ölversorgung und -preise weiter beeinflussen könnten.