Die Marktbedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve haben sich nach der Anhörung von Kevin Warsh zur Nominierung verschärft, so eine Umfrage von CNBC. Die Umfrage, an der 26 Ökonomen, Strategen und Analysten teilnahmen, ergab, dass nur 50 % glauben, Warsh könne ein hohes Maß an politischer Unabhängigkeit bewahren, während 46 % seine Unabhängigkeit als eingeschränkt oder nicht vorhanden ansehen. Trotz alledem hat sich die Wahrnehmung seiner Unabhängigkeit seit dem letzten Monat um 13 Prozentpunkte verbessert, was darauf hindeutet, dass seine Aussagen während der Anhörung die Bedenken etwas gemildert haben. Bezüglich der politischen Erwartungen halten 58 % der Befragten Warsh für "taubenhaft" und befürworten Zinssenkungen, während 65 % einen "falkenhaften" Ansatz bei der Bilanzreduzierung erwarten. Warshs frühere Kommentare zur "Neukoordination des Bilanzmanagements" zwischen dem Finanzministerium und der Fed haben Alarm ausgelöst, da sie potenzielle Bedrohungen für die 1951 etablierte Trennung von Fiskal- und Geldpolitik darstellen könnten. Analysten warnen, dass dies die Unabhängigkeit der Fed untergraben könnte. Darüber hinaus plädiert Warsh zwar für eine proaktive Politikplanung als Reaktion auf die Auswirkungen der KI auf Inflation und Produktivität, doch 81 % der Experten sind der Meinung, dass die Fed sich auf tatsächliche Wirtschaftsdaten stützen sollte, da die kurzfristigen deflationären Effekte der KI nicht ausreichen, um politische Änderungen zu rechtfertigen.