Der neueste Kapitalflussbericht von JPMorgan zeigt, dass der Entschuldungsprozess an den US-Märkten, der im Juni begann, noch nicht abgeschlossen ist. Gehebelte ETFs haben seit ihrem Höchststand im Juni eine Schrumpfung von 34 % erlebt, während marktweit gehebelte ETFs um 13 % zurückgegangen sind. Der Bericht hebt den anhaltenden Druck auf US-Aktien hervor, wobei gehebelte Produkte eine "Konvexitätszerfall" erfahren, der möglicherweise drei weitere Monate von Marktschwankungen erfordert, um sich zu stabilisieren. Trotz eines Rückgangs beim Kauf von Call-Optionen durch Privatanleger und der Hebelquoten von Hedgefonds bleibt die Hebelwirkung auf Margin-Konten hoch, vergleichbar mit den Spitzenwerten Ende 2021 und Mitte 2018. Während kurzfristige Volatilität erwartet wird, deutet JPMorgan darauf hin, dass dies die letzte Phase der Entschuldung darstellen könnte und nicht auf eine Verschlechterung der Fundamentaldaten hinweist. Mittelfristig bis langfristig wird erwartet, dass die Nettobedarfe von Privatanlegern, CTAs und Staatsfonds den Markt unterstützen, mit einer geschätzten jährlichen Nettobedarfsmenge an Aktien von 275 Milliarden US-Dollar.