Der Stablecoin-Markt Indiens erlebt eine erhebliche Prämie auf USDT, die über 8,5 % liegt, da die Enforcement Directorate (ED) ihre Maßnahmen gegen grenzüberschreitende Überweisungskanäle verschärft. Die Prämie, die normalerweise zwischen 3-4 % liegt, stieg auf ₹102,88 an, was im starken Gegensatz zum USD-INR-Kurs von 94,65 steht. Dieser Anstieg wird auf die Maßnahmen der ED gegen Akteure zurückgeführt, die USDT für internationale Geldtransfers nutzen, eine Methode, die bei indischen Expats aufgrund ihrer Effizienz und Kosteneffektivität beliebt ist. Die Durchsetzung der ED basiert auf Bedenken, dass solche Transaktionen gegen das Foreign Exchange Management Act (FEMA) verstoßen könnten, trotz der Legitimität der beteiligten Gelder. Dieser regulatorische Druck hebt das Fehlen klarer Krypto-Richtlinien in Indien hervor, was nun als zusätzliche Belastung für den Markt angesehen wird. Der Ständige Ausschuss für Finanzen des indischen Parlaments wird am 2. Juli mit der Zentralbank und dem ICAI über Richtlinien zur Kryptopolitik diskutieren. Unterdessen zeigen FATF-Daten, dass Stablecoins an 84 % der 154 Milliarden Dollar an illegalen Transaktionen mit virtuellen Vermögenswerten im Jahr 2025 beteiligt waren, was den Bedarf an verstärkter Regulierung in Indien unterstreicht.