Die Hongkonger Währungsbehörde (HKMA) hat neue regulatorische Maßnahmen für Investmentkonten von Festlandchinesischen Investoren eingeführt, die ab dem 22. Mai 2026 in Kraft treten. Zu den Maßnahmen gehört die Schließung von Konten, die mit verdächtigen oder gefälschten Dokumenten eröffnet wurden und bis Januar 2023 zurückreichen, die Schließung ruhender Konten mit Nullsaldo und keiner Aktivität im vergangenen Jahr sowie die Verpflichtung neuer Kontoinhaber, zu erklären, dass ihre Mittel aus legalen Quellen außerhalb des chinesischen Festlands stammen. Diese Regeln gelten ausschließlich für individuelle Investmentkonten und schließen Nicht-Investitionsfunktionen sowie Firmenkunden aus. Diese Verschärfung der Regulierung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden internationalen und nationalen Drucks zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Sicherstellung der Einhaltung von Kapitalverkehrskontrollen. Die Maßnahmen der HKMA entsprechen den Empfehlungen der Financial Action Task Force und spiegeln eine koordinierte Anstrengung mit den Behörden des Festlands wider, grenzüberschreitende finanzielle Risiken anzugehen. Dieser Schritt signalisiert Hongkongs Engagement, seinen Status als konformes internationales Finanzzentrum zu bewahren und gleichzeitig "graue Kanäle" für Kapitalflüsse zu reduzieren.