Hedgefonds haben ihre bullischen Positionen auf Brent-Rohöl deutlich erhöht und damit den höchsten Stand seit Februar 2020 erreicht. Laut Daten von ICE Futures Europe für die Woche bis zum 10. März haben Vermögensverwalter ihre Netto-Long-Positionen um 65.438 Kontrakte auf insgesamt 351.032 Kontrakte ausgeweitet. Dieser Anstieg des bullischen Sentiments erfolgt, während der Rohölmarkt eine beispiellose Volatilität erlebt. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat den Verkehr durch die Straße von Hormus stark gestört, was zu einer langanhaltenden Versorgungsunterbrechung geführt hat. Dies hat große Rohölproduzenten gezwungen, die Produktion zu drosseln, und einige Raffinerien dazu gebracht, Verträge nicht zu erfüllen. In den USA berichtete die Commodity Futures Trading Commission, dass bullische Wetten auf US-Rohöl auf ein Achtmonats-Hoch gestiegen sind. Die Turbulenzen haben auch die Volatilitätsindikatoren auf den Finanzderivatemärkten auf ein Niveau getrieben, das seit dem Russland-Ukraine-Konflikt nicht mehr erreicht wurde, was algorithmische Händler dazu veranlasst, Long-Positionen zu maximieren, während die Optionshandelsaktivität zurückgeht.