Goldman Sachs hat eine deutliche Warnung herausgegeben, dass die globalen Märkte das Potenzial für eine Rezession, die aus dem anhaltenden Konflikt in der Straße von Hormus resultiert, unterschätzen. In seinem neuesten Makrobericht hebt die Bank hervor, dass die Märkte zwar einen Inflationsschock aufgrund hoher Energiekosten eingepreist haben, jedoch die umfassenderen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts nicht berücksichtigt wurden. Der Bericht legt nahe, dass die anhaltende Störung der Ölströme zu einem schweren Einbruch des globalen Wirtschaftswachstums führen könnte. Der Bericht skizziert drei Szenarien für die Ölpreise, wobei das extremste vorhersagt, dass Brent-Rohöl 110 US-Dollar pro Barrel erreichen könnte, wenn die Produktion im Nahen Osten deutlich unter dem Normalniveau bleibt. Goldman Sachs hat seine Wirtschaftsprognosen angepasst, die Wachstumserwartungen für die großen Volkswirtschaften gesenkt und die erwartete Zinssenkung der Federal Reserve auf September 2026 verschoben. Die Bank betont, dass der derzeitige Marktfokus auf die Inflation bald auf Rezessionsängste umschwenken könnte, solange der Konflikt andauert.