Die Hypothekenzinsen in den USA, Großbritannien und Deutschland sind aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts, insbesondere der Blockade der Straße von Hormus, stark gestiegen. Dies hat zu höheren Ölpreisen geführt, die wiederum die staatlichen Kreditkosten erhöht und Hypothekengeber dazu veranlasst haben, zukünftige Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Eindämmung der Inflation zu erwarten. In den USA ist der 30-jährige Hypothekenzins auf 6,36 % gestiegen und hat damit die Niveaus vor den Zinssenkungen im September 2025 übertroffen. In Großbritannien gab es den stärksten Anstieg, wobei die zweijährigen Festhypotheken seit Februar von 3,97 % auf 5,1 % gestiegen sind. In Deutschland sind die 10-jährigen Hypothekenzinsen um etwa 0,3 Prozentpunkte auf rund 3,6 % gestiegen. Ökonomen warnen, dass die Hypothekenzinsen bei anhaltender Blockade weiter steigen könnten, was die Zentralbanken zwingen würde, die Zinssätze zu erhöhen und den Druck auf Hauskäufer zu verschärfen. Der Konflikt hat die zentrale Variable auf dem Wohnungsmarkt von der Geldpolitik der Zentralbanken zu geopolitischen Entwicklungen verlagert, wobei potenzielle Stagflationsrisiken drohen, falls sich die Spannungen verschärfen.