Goldman Sachs hat einen erheblichen Zusammenbruch der Volatilitäts-Schräge im Optionsmarkt hervorgehoben, während die US-Aktienmärkte weiter steigen. Laut dem Derivate-Stratege Brian Garrett ist die Volatilitäts-Schräge der S&P 500-Optionen auf ein 18-Monats-Tief gefallen, wobei der Markt die Wahrscheinlichkeit eines 10%igen Rückgangs und eines 10%igen Anstiegs auf nahezu identischen Niveaus von etwa 8% bewertet. Dieses Phänomen, als "Skew Breakdown" bezeichnet, deutet auf eine verringerte Nachfrage nach Absicherung gegen Abwärtsrisiken hin, was sich im Goldman Sachs Fear Index widerspiegelt, der ein Zweijahres-Tief erreicht hat. Garrett äußerte Bedenken hinsichtlich der engen Marktführung, da die zehn größten Aktien im S&P 500 40% des Indexgewichts ausmachen, und stellte fest, dass die jüngsten Allzeithochs bei negativer Marktbreite erreicht wurden. Darüber hinaus hat der Index ohne KI-bezogene Aktien um 700 Basispunkte unterperformt. Trotz dieser bärischen Signale spiegelt der Optionsmarkt diese Bedenken nicht wider, da die Absicherungskosten historisch niedrig sind. Goldman Sachs empfiehlt Strategien wie den Kauf von RSP im Vergleich zu SPX-Outperformance-Optionen und den Kauf von VIX-Call-Optionen zur Absicherung. Hedgefonds zeigten zwei Wochen in Folge Netto-Käufe, getrieben durch Zunahmen bei Long-Positionen und das Eindecken von Makro-Short-Positionen. Gleichzeitig haben sich die verwalteten Vermögenswerte globaler gehebelter und inverser Einzelaktien-ETFs innerhalb von zwei Monaten auf über 60 Milliarden US-Dollar verdoppelt, was auf eine bedeutende Sektorrotation und Marktdynamik hinweist.