Der Optionsmarkt des S&P 500 erlebte am 7. Mai eine beispiellose Aktivität, als Händler Call-Optionsvolumen im Nominalwert von 2,6 Billionen US-Dollar ausführten, was einen Tagesrekord darstellt. Dieser Anstieg der Call-Optionen, die etwa 60 % des Tageshandels ausmachten, löste einen erheblichen Gamma-Squeeze aus. Händler, darunter große Firmen wie Goldman Sachs, wurden in eine Absicherungsspirale gezwungen, die die Markt-Rallye verstärkte, gegen die sie sich schützen wollten. Goldman Sachs beschrieb das Marktverhalten als "halb-irrationales Jagen" und zog Parallelen zur spekulativen Euphorie des Tech-Booms Ende der 1990er Jahre. Das Ereignis führte zu einer geschätzten Netto-Short-Gamma-Position von 7,5 Milliarden US-Dollar, was auf erheblichen Zwangskaufdruck hinweist. Dieses Muster von Gamma-Squeezes ist 2026 zu einem wiederkehrenden Phänomen geworden, mit ähnlichen Vorkommnissen im April. Die Auswirkungen erstrecken sich auch auf die Kryptomärkte, da die Korrelationen zwischen traditionellen Aktien und Kryptowährungen wie Bitcoin zunehmen. Die Dynamik des Optionsmarktes, die Schutz-Puts teurer machen kann, stellt für Händler, die Absicherungsstrategien anwenden, insbesondere in solch volatilen Zeiten, Herausforderungen dar.