US-Aktien hatten in der Vergangenheit in den ersten Monaten nach Beginn der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank häufig zu kämpfen. Zinserhöhungszyklen haben Bullenmärkte jedoch nicht immer beendet, wenn die Wirtschaft eine Rezession vermeidet, wie aus einer von Investopedia zitierten Analyse von LPL Financial hervorgeht.
Jeff Buchbinder, Chefstratege für Aktien bei LPL Financial, untersuchte sechs Zinserhöhungszyklen der Fed seit 1994 und stellte fest, dass die kurzfristige Entwicklung des S&P 500 nach der ersten Zinserhöhung typischerweise schwach war, während die Ergebnisse nach einem Jahr besser ausfielen. Der Zyklus von 1997 war eine Ausnahme: Im darauffolgenden Jahr stieg der S&P 500 um 42 %.
LPL erklärte, die aktuellen Bedingungen unterschieden sich von denen im Jahr 2022 und ähnelten eher der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre. Das Wirtschaftswachstum sei weiterhin intakt, und ein neuer Technologie-Investitionszyklus bilde sich heraus. Nach Angaben des Unternehmens könnte der Investitionsboom im Bereich der künstlichen Intelligenz die Kapitalausgaben der Unternehmen und Technologieaktien stützen und zugleich den Bewertungsdruck durch höhere Zinsen teilweise ausgleichen.
Aussichten auf eine Fed-Zinserhöhung stellen den US-Aktienmarkt vor eine entscheidende Bewährungsprobe
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