Die neuesten Sitzungsprotokolle der Federal Reserve zeigen, dass die Verantwortlichen offen dafür sind, Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen, falls die Inflation über dem Zielwert von 2 % bleibt. Diese Haltung spiegelt anhaltende Sorgen über inflationsbedingte Druckfaktoren und das Engagement der Fed für Preisstabilität wider. Derzeit liegt der Leitzins zwischen 3,50 % und 3,75 %, aber eine Verschiebung hin zu einer restriktiveren Geldpolitik könnte erfolgen, wenn die Inflation anhält. Die Marktreaktionen auf die Protokolle der Fed deuten auf eine hawkischere Einschätzung hin, wobei die Prognosemärkte eine Wahrscheinlichkeit von 31,5 % für eine Zinserhöhung im Jahr 2026 angeben, gegenüber 28 % in der Vorwoche. Umgekehrt ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bis Juni 2026 auf 1,2 % gesunken. Diese Entwicklungen unterstreichen den vorsichtigen Ansatz der Fed bei der geldpolitischen Lockerung angesichts der Inflationssorgen.