Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat angekündigt, dass bestimmte Verträge aus dem Bereich der Prognosemärkte unter das Verbot von binären Optionen der Europäischen Union fallen könnten, was deren Verkauf an Privatanleger effektiv blockiert. Die ESMA stellte klar, dass Verträge mit binären Auszahlungen, die vom Ausgang zukünftiger Ereignisse abhängen, nicht an Privatkunden vermarktet, vertrieben oder verkauft werden dürfen, wenn sie als Finanzinstrumente eingestuft werden. Dieser Schritt zielt darauf ab, Ereignisverträge, die gemäß MiFID II als Derivate gelten, zu regulieren und sie unter nationale Maßnahmen zur Produktintervention zu stellen. Die Warnung der ESMA erfolgt vor dem Hintergrund eines Anstiegs von Prognosemärkten sowohl im Bereich der Kryptowährungen als auch im traditionellen Finanzsektor. Unternehmen wie Kalshi und Polymarket wurden als potenzielle Ziele für Fusionen und Übernahmen hervorgehoben, da die Grenzen zwischen Börsen, Maklerfirmen und Wettanbietern zunehmend verschwimmen.