Der brasilianische Finanzminister Dario Durigan hat die Umsetzung einer neuen Krypto-Steuerpolitik bis nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2026 verschoben. Mit dieser Entscheidung soll vermieden werden, während eines Wahljahres potenziell spaltende Steueränderungen einzuführen. Ursprünglich war für später in diesem Jahr eine öffentliche Konsultation zur Krypto-Steuerpolitik geplant, die nun jedoch möglicherweise bis 2027 verschoben wird, obwohl sie weiterhin eine Priorität für die Regierung darstellt.
Im Juni 2025 beendete Brasilien seine Steuerbefreiung für kleinere Kryptowährungstransaktionen und führte eine pauschale Steuer von 17,5 % auf Krypto-Kapitalgewinne ein. Diese Änderung betraf Gewinne sowohl aus inländischen als auch aus Offshore-Beständen. Zudem klassifizierte die Zentralbank im November 2025 Stablecoin-Transfers als Devisengeschäfte, wodurch sie ähnlichen Steuerregelungen unterliegen. Die Regierung erwägt außerdem, Kryptowährungen, die für internationale Zahlungen verwendet werden, zu besteuern und ihre Meldevorschriften mit dem Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) in Einklang zu bringen.
Brasilien verschiebt Krypto-Steuerpolitik angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl
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