Der in Wien ansässige Krypto-Broker Bitpanda hat die Einführung von "Vision Chain" angekündigt, einem neuen Blockchain-Netzwerk, das darauf ausgelegt ist, tokenisierte Vermögenswerte in das regulierte Finanzsystem Europas zu integrieren. Das Netzwerk, das in Zusammenarbeit mit der Vision Web3 Foundation und Optimism entwickelt wurde, soll Infrastruktur für Banken und Fintechs bereitstellen, um tokenisierte Vermögenswerte gemäß EU-Vorschriften wie MiCA und MiFID II auszugeben und abzuwickeln. Vision Chain verwendet euro-denominierte Stablecoins für Transaktionsgebühren, um die Volatilität von Kryptowährungen zu verringern, und nutzt die auf Ethereum basierende Infrastruktur von Optimism für Abwicklung und Skalierung. Diese Initiative ist Teil eines breiteren Trends in der globalen Finanzwelt hin zur Tokenisierung, die voraussichtlich die Ausgabe, den Handel und die Dokumentation von Vermögenswerten vereinfachen wird. Ein Bericht der Boston Consulting Group und Ripple prognostiziert, dass tokenisierte Vermögenswerte jährlich um 53 % wachsen und bis 2033 einen Wert von 18,9 Billionen US-Dollar erreichen könnten. Der Schritt von Bitpanda steht im Einklang mit Bemühungen anderer Finanzunternehmen, darunter Robinhood und große Börsen wie Nasdaq und NYSE, Blockchain-Plattformen für tokenisierte Wertpapiere zu entwickeln. Bitpanda-CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad betonte die Bedeutung von Vision Chain als Brücke zwischen Krypto- und traditioneller Finanzwelt, maßgeschneidert auf die regulatorischen Standards Europas.