Ökonomen schlagen vor, dass KI-getriebene Produktivitätssteigerungen zwar vorübergehend den fiskalischen Druck in hochverschuldeten Volkswirtschaften lindern könnten, sie jedoch die zugrunde liegenden fiskalischen Herausforderungen wahrscheinlich nicht lösen werden. Die OECD-Ökonomin Filiz Unsal wies darauf hin, dass KI die prognostizierten Schuldenstände in Ländern wie den USA, Deutschland und Japan bis 2036 um 10 Prozentpunkte senken könnte, diese Niveaus jedoch weiterhin deutlich höher als die aktuellen Werte bleiben würden. Experten, darunter Idanna Appio und Kevin Khang, betonen, dass das Kernproblem in alternden Bevölkerungen und den damit verbundenen Sozialkosten liegt, die fiskalische Reformen erfordern, die über Produktivitätsverbesserungen hinausgehen. Es bestehen auch Bedenken hinsichtlich potenzieller Arbeitsplatzverluste und konzentrierter wirtschaftlicher Gewinne, die sich auf staatliche Einnahmen und Ausgaben auswirken könnten. Barclays warnt, dass eine Rezession vor dem KI-getriebenen Wachstum die fiskalischen Sorgen verschärfen könnte.