Erschreckende 99 % der Web3-Projekte schaffen es nicht, Bargeldumsätze zu generieren, sondern sind stattdessen auf Token und externe Finanzierung angewiesen, um ihre Kosten zu decken, so aktuelle Erkenntnisse. Trotz fehlendem Cashflow geben viele Projekte weiterhin erhebliche Summen für Marketing und Veranstaltungen aus, oft auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte. Diese Abhängigkeit von Investorenverlusten statt von Geschäftserträgen verdeutlicht systemische Schwächen im Web3-Ökosystem. Der verzerrte Marktzyklus ermöglicht es frühen Token-Generierungsereignissen (TGEs), den Gründern einen profitablen Ausstieg zu ermöglichen, unabhängig vom Erfolg des Projekts. Dies hat zu aufgeblähten Bewertungen geführt, die auf Visionen statt auf greifbaren Produkten basieren, wobei nur 1 % der Projekte erhebliche Umsätze und vernünftige Kurs-Gewinn-Verhältnisse vorweisen können. Mit der Reifung des Marktes werden Investoren zunehmend vorsichtiger und verlangen von Projekten nachweisbare Umsatzfähigkeiten, um schnelle Verkäufe und Ausstiege zu vermeiden. Die aktuelle Web3-Landschaft bevorzugt kurzfristigen Hype gegenüber langfristiger Entwicklung, wobei viele Projekte ihre hohen Bewertungen nicht rechtfertigen können. Dieses Umfeld hat eine "Dilemma-Falle" geschaffen, in der Projekte entweder auf nicht nachhaltiges Marketing setzen oder mit schwindender Marktaufmerksamkeit konfrontiert sind. Letztlich tragen die Investoren die Last dieser Misserfolge, da die Mehrheit der Projekte Schwierigkeiten hat, ihre Geschäftsmodelle zu validieren.