WTO-Vertreter Juan Marchetti sagte, dass fragmentierte Regulierung – nicht die Technologie – die Einführung von Stablecoins im internationalen Handel begrenze. Bei der Vorstellung einer WTO-Studie in Genf verwies er auf einen Bericht des Financial Stability Board vom Oktober 2025, dem zufolge nur 11 von 28 befragten Rechtsordnungen, also 39 %, endgültige regulatorische Rahmenwerke für Stablecoins verabschiedet hatten. Marchetti sagte, Stablecoins könnten Reibungsverluste bei der Handelsfinanzierung verringern, machten derzeit aufgrund fragmentierter Regulierungssysteme jedoch nur 3 % des gesamten internationalen Zahlungsvolumens aus. Der WTO-Bericht nannte fünf Bereiche, in denen Stablecoins helfen könnten: hohe Kosten, geringe Geschwindigkeit, begrenzter Zugang, unzureichende Transparenz und Devisenbeschränkungen. Der Bericht stellte außerdem fest, dass Stablecoin-Zahlungen bei grenzüberschreitenden Transaktionen von 2020 bis Mitte 2024 um das 35-Fache gestiegen sind.