Wintermute-CEO Evgeny Gaevoy hat die anhaltenden Debatten innerhalb der Kryptoindustrie kritisiert und die Diskussionen über öffentliche Blockchains wie Solana und Ethereum als "bedeutungslos" bezeichnet, da es an bahnbrechenden Anwendungen fehle. Gaevoy argumentiert, dass Stablecoins, obwohl sie ein Nischenerfolg seien, die Landschaft nicht grundlegend verändert hätten, sondern lediglich einen zentralisierten Vermittler durch einen anderen ersetzt hätten. Er hebt auch Skalierbarkeitsprobleme bei Blockchain-Anwendungen hervor, insbesondere bei Perpetual Exchanges, die aufgrund von Einschränkungen im Design der Risiko-Engines Schwierigkeiten haben, das traditionelle Finanzmaßstabniveau zu erreichen. Gaevoy kritisiert zudem die verzerrten Werte der Branche und stellt fest, dass die ursprüngliche Vision von Bitcoin durch Preiserzählungen und den Eintritt institutioneller Akteure überschattet wurde, was seiner Meinung nach den Cypherpunk-Geist verwässert hat. Er behauptet, dass das Token-Ökonomiemodell nahezu funktionsunfähig sei, wobei Mechanismen wie Rückkäufe und Airdrops vor erheblichen Herausforderungen stünden. Trotz dieser Kritik bleibt Gaevoy vorsichtig optimistisch hinsichtlich der langfristigen Aussichten der Branche und schlägt vor, dass mit dem Ausscheiden von Spekulanten ein gesünderes Umfeld für wahre Anhänger entstehen könnte.