Große Vermögensverwaltungsfirmen an der Wall Street warnen vor zunehmenden Korrekturrisiken, da die Divergenz zwischen den US-Aktien- und Anleihemärkten sich verstärkt. Steigende Renditen der US-Staatsanleihen fallen mit dem Anstieg von KI- und Technologiewerten zusammen, die den S&P 500 auf neue Höchststände treiben, während anhaltender Verkaufsdruck die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe auf den höchsten Stand seit über einem Jahr getrieben hat. Die Befürchtungen wachsen, dass Konflikte im Nahen Osten und erhöhte Ölpreise die Inflation wieder anfachen könnten, was die Federal Reserve dazu veranlassen könnte, die hohen Zinssätze beizubehalten. Vincent Mortier, Chief Investment Officer bei Amundi, betonte, dass eine Korrektur bei US-Aktien unvermeidlich sei und verwies auf eine "vollständige Umkehr" der Marktstimmung und -positionierung. Seit den Nachrichten über den Waffenstillstand ist der S&P 500 um 12 % gestiegen, während die Einjahres-Inflations-Swap-Rate erstmals seit 2025 über 4 % liegt. Trotz rekordhoher Aktienkurse und enger werdender Kreditspreads argumentieren einige Institutionen, dass starke Unternehmensgewinne die Aktien weiterhin stützen, wobei Giles Parkinson von Trinity Bridge feststellt, dass die Gewinne "explodieren."