Auf der Consensus 2026 in Miami betonten Führungskräfte von der Wall Street, dass die Tokenisierung traditionelle Banksysteme umgestaltet, anstatt sie zu ersetzen. Führungskräfte von Citi, JPMorgan und DTCC diskutierten, wie blockchain-basierte Technologien in bestehende Finanzinfrastrukturen integriert werden. Ryan Rugg von Citi stellte fest, dass ihr tokenisiertes Einlagensystem von der Abwicklung von Millionen auf Milliarden skaliert wurde, angetrieben durch die Kundennachfrage nach rund um die Uhr verfügbaren Geldbewegungen. Kara Kennedy von JPMorgan berichtete, dass auf ihrer Blockchain-Plattform Kinexys über 1 Billion US-Dollar verarbeitet wurden, wobei der Fokus auf der Verbesserung bestehender Systeme für schnellere Abwicklungen liegt. Nadine Chakar von DTCC hob die schrittweise Integration der Blockchain in ihre Wertpapierinfrastruktur im Wert von 150 Billionen US-Dollar hervor und betonte die Evolution statt des Ersatzes. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass Blockchain zwar Effizienz bietet, Kernbankfunktionen wie Risikomanagement und Compliance jedoch weiterhin Zwischenhändler erfordern. Evan Auyang von Animoca Brands wies auf das transformative Potenzial der Blockchain hin, obwohl vollständig dezentralisierte Systeme noch nicht bereit sind, bestehende Strukturen zu ersetzen. Die Konvergenz von traditioneller Finanzwelt und dezentralen Systemen wird aufgrund von Effizienz- und Kostenvorteilen als unvermeidlich angesehen.