Eine aktuelle Studie der Central European University und des Kieler Instituts für Weltwirtschaft warnt davor, dass Vibe Coding, ein neuer KI-gesteuerter Programmieransatz, das Open-Source-Ökosystem untergraben könnte. Vibe Coding ermöglicht es Nutzern, Software zu erstellen, indem sie einfach gewünschte Funktionen an KI-Tools wie Cursor, Claude oder Copilot beschreiben, die dann Code aus bestehenden Open-Source-Bibliotheken zusammenstellen. Diese Methode erhöht zwar die Zugänglichkeit und Effizienz, umgeht jedoch die traditionellen Interaktionen mit Open-Source-Communities, was potenziell die Anreize für Entwickler verringert, Open-Source-Projekte zu pflegen und zu verbessern. Die Studie hebt eine Verhaltensänderung der Nutzer hervor, bei der KI-Vermittler die direkte Auseinandersetzung mit Open-Source-Projekten ersetzen, was zu einem Rückgang des Community-Feedbacks und der Unterstützung für Maintainer führt. Dies könnte im Laufe der Zeit zu weniger hochwertigen Open-Source-Projekten führen, da Entwickler geringere Erträge aus ihren Beiträgen erzielen. Das Papier schlägt vor, dass KI-Plattformen ein Erlösbeteiligungsmodell ähnlich dem von Spotify übernehmen sollten, um Open-Source-Maintainer basierend auf der Nutzung ihrer Projekte zu entschädigen und so die Gesundheit und Innovation des Ökosystems zu erhalten.