Jüngste Gerüchte, wonach die venezolanische Regierung bis zu 6 Milliarden US-Dollar in Bitcoin hält, entbehren laut Mauricio Di Bartolomeo, Mitbegründer von Ledn, glaubwürdiger Beweise. Di Bartolomeo, ein erfahrener Bitcoin-Miner in Venezuela, betonte, dass diese Behauptungen spekulativ seien und nicht durch On-Chain-Daten gestützt würden. Er stellte fest, dass Venezuela zwar Kryptowährungstransaktionen für Öl durchgeführt und Mining-Ausrüstung beschlagnahmt hat, es jedoch keinen Beweis dafür gibt, dass ein Goldverkauf im Jahr 2018 in Bitcoin umgewandelt wurde. Di Bartolomeo wies auch auf Inkonsistenzen mit den offiziellen Reserven der venezolanischen Zentralbank hin, die bei etwa 9,9 Milliarden US-Dollar liegen und den Gerüchten über Bitcoin-Bestände widersprechen. Er betonte, dass das korrupte System des Landes wahrscheinlich verhindert, dass Kryptowährungs-Einnahmen dem Staatshaushalt zugutekommen, und verwies auf einen Veruntreuungsskandal in Höhe von 17,6 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit illegalen Ölgeschäften. Darüber hinaus machen die infrastrukturellen Herausforderungen Venezuelas groß angelegte Bitcoin-Mining-Operationen unwahrscheinlich.