Der US-Senator Chris Murphy hat Pläne angekündigt, eine Gesetzgebung einzuführen, die darauf abzielt, Prognosemärkte zu verbieten, die er als "korrupt und destabilisierend" bezeichnet. Murphy argumentiert, dass diese Plattformen Insidern mit fortgeschrittenem Wissen über geopolitische Ereignisse ermöglichen, diese zu ihrem persönlichen Vorteil auszunutzen. Seine Bedenken wurden durch einen Screenshot der Wettquoten von Polymarket zu militärischen Angriffen im Zusammenhang mit Israel und Gaza hervorgehoben, die sich angesichts eskalierender Spannungen verschoben. Branchenexperten stellen Murphys Vorschlag jedoch infrage und weisen darauf hin, dass er regulierte inländische Börsen mit Offshore-Plattformen verwechselt, die in den USA bereits verboten sind. Tarek Mansour, Mitbegründer des regulierten Prognosemarktes Kalshi, betonte, dass inländische Märkte keine kriegsbezogenen Verträge listen dürfen. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) setzt strenge Vorschriften durch, um solche Aktivitäten zu verhindern. Kritiker argumentieren, dass Murphys Vorschlag inländische Börsen, die der bundesstaatlichen Aufsicht entsprechen, ungerechtfertigt ins Visier nimmt, während Offshore-Plattformen aggressiven Durchsetzungsmaßnahmen ausgesetzt sind. Murphys gesetzgeberische Bemühungen stehen im Einklang mit umfassenderen regulatorischen Maßnahmen zur Eindämmung von Insiderhandel in Prognosemärkten. Im Januar brachte der US-Abgeordnete Ritchie Torres einen Gesetzentwurf ein, der verhindern soll, dass Regierungsbeamte mit nichtöffentlichen Informationen in diesen Märkten handeln.