Die Vereinigten Staaten haben 127.271 Bitcoin im Wert von 15 Milliarden US-Dollar von Chen Zhi, dem Gründer der kambodschanischen Prince Holding Group, beschlagnahmt, was eine Rekordbeschlagnahme von Kryptowährungen darstellt. Chen, dem vorgeworfen wird, eines der größten Betrugsimperien Asiens zu leiten, wurde nach seiner Festnahme in Kambodscha nach China ausgeliefert. Die USA und Großbritannien haben Sanktionen gegen 146 Einzelpersonen und Unternehmen verhängt, die mit der Prince Group in Verbindung stehen, was eine bedeutende Durchsetzungsmaßnahme gegen kryptobasierte Betrugsfälle unterstreicht. Die Beschlagnahme hat jedoch Kontroversen ausgelöst, da chinesische Behörden behaupten, die USA könnten die Bitcoin durch Hacking erlangt haben. Ein Bericht des Nationalen Notfallzentrums für Computerviren Chinas legt nahe, dass die gestohlenen Bitcoin jahrelang inaktiv blieben, ein Verhalten, das nicht mit typischen Hackern übereinstimmt. Das US-Justizministerium hat diese Vorwürfe nicht kommentiert, und die Anklage gegen Chen erklärt nicht, wie auf die Bitcoin zugegriffen wurde. Angesichts der geopolitischen Spannungen bleibt das Schicksal der 15 Milliarden Dollar ungewiss, und es wurde kein Entschädigungsplan für die Opfer des Betrugs angekündigt. Die Prince Group von Chen soll in Kambodscha Zwangsarbeitslager betrieben und die Opfer um Milliarden betrogen haben. Während Chen sich der Justiz stellt, bleiben Fragen zu staatlich unterstütztem Hacking und der Sicherheit von Kryptowährungen bestehen.