Das US-Repräsentantenhaus hat am 16. September den Ratepayer Protection Act mit 417 zu 3 Stimmen verabschiedet und damit neue Standards auf Bundesebene für Stromgroßverbraucher festgelegt. Das Gesetz verpflichtet die Regulierungsbehörden der Bundesstaaten, Tarifmodelle zu prüfen, die sicherstellen, dass Rechenzentren mit einer Spitzenlast von 100 Megawatt oder mehr an einem einzelnen Standort sämtliche zusätzlichen Kosten für den Ausbau von Erzeugung, Übertragung und Verteilung tragen – einschließlich der Bereitstellung finanzieller Sicherheiten oder Kapitalbeiträge. Die Bundesstaaten müssen innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten mit der Prüfung des Standards beginnen und diese innerhalb von zwei Jahren abschließen; Rechtsgebiete mit bereits bestehenden gleichwertigen Standards sind jedoch ausgenommen. Der Ausschussvorsitzende Guthrie erklärte, dass die Betreiber von Rechenzentren und nicht die privaten Haushalte und kleinen Unternehmen die mit ihrem Stromverbrauch verbundenen Kosten tragen sollten. Der Gesetzentwurf geht nun zur Beratung an den Senat.