Im US-amerikanischen Recht ist die Unterscheidung zwischen den Wörtern "may" und "shall" von großer Bedeutung, wie im Fall Opati gegen die Republik Sudan vor dem Obersten Gerichtshof hervorgehoben wurde. Das Gericht betonte, dass die Verwendung von "may" auf Ermessensspielraum hinweist, während "shall" eine verpflichtende Handlung impliziert. Diese Differenzierung ist in legislativen und rechtlichen Kontexten entscheidend, da die Wortwahl den Umfang der Befugnis oder Verpflichtung bestimmen kann. Das Urteil in Opati gegen die Republik Sudan, 590 U.S. 418, 428 (2020), unterstreicht die Bedeutung präziser Sprache in Rechtsdokumenten und die Auswirkungen, die sie auf die Auslegung des legislativen Willens hat.