Die Trump-Administration hat nach einer Entscheidung eines Bundesberufungsgerichts, wonach der Präsident keine Befugnis hat, Zölle gemäß dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zu verhängen, Berufung beim Obersten Gerichtshof eingelegt. Am 29. August entschied das US-Berufungsgericht für den Bundesbezirk, dass der IEEPA dem Präsidenten nicht die Macht verleiht, Zölle auf Importe zu erheben, eine Entscheidung, die von 15 Richtern aus drei Gerichten unterstützt wurde. Die Regierung hatte den IEEPA genutzt, um Zölle von 10 % bis 50 % auf Importe von wichtigen Handelspartnern, darunter Kanada, Mexiko und China, zu rechtfertigen. Das Justizministerium reichte am 4. September einen Antrag auf beschleunigte Überprüfung beim Obersten Gerichtshof ein, um mündliche Verhandlungen zu beschleunigen. Die Entscheidung des Bundesberufungsgerichts ist bis zum 14. Oktober ausgesetzt, sodass die Zölle vorübergehend in Kraft bleiben. Sollte der Oberste Gerichtshof die Entscheidung des unteren Gerichts bestätigen, könnten alle auf dem IEEPA basierenden Zölle für ungültig erklärt werden, was möglicherweise zu Rückerstattungen für Unternehmen führt, die diese Abgaben gezahlt haben. Das Ergebnis dieses Falls könnte erhebliche Auswirkungen auf die US-Handelspolitik und die wirtschaftlichen Beziehungen haben.