Tom Lee, Vorsitzender von BitMine, hat trotz anhaltender geopolitischer Spannungen sein Jahresendziel für den S&P 500 bei 7.700 bekräftigt. In einem Interview mit CNBC bezeichnete Lee das Ziel als konservativ und stellte fest, dass es nur eine moderate Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren in diesem Jahr annimmt. Er räumte die kurzfristigen Störungen durch den Krieg ein, einschließlich der Auswirkungen auf die Geldpolitik, deutete jedoch an, dass diese langfristig der US-Wirtschaft und dem Aktienmarkt zugutekommen könnten. Lee wies darauf hin, dass die Märkte historisch gesehen dazu neigen, in frühen Phasen von Konflikten ihren Tiefpunkt zu erreichen, und erwartet, dass sich der Fokus bis zum Jahresende von der Krise auf aufkommende Chancen verlagert. In Bezug auf Bedenken hinsichtlich des Marktoptimismus hob Lee hervor, dass Sektoren wie Energie, Finanzen und die MAG-7, die etwa 70 % des S&P 500 ausmachen, bereits vor dem Konflikt Rückgänge erlebt hatten. Er bemerkte auch, dass die Rallye des Goldes darauf hindeutete, dass der Markt geopolitische Unsicherheiten bereits eingepreist hatte und die Anleger entsprechend Risiken reduziert hatten.