Swift hat die Integration eines blockchain-basierten gemeinsamen Ledgers in seine Kerninfrastruktur angekündigt, mit dem Ziel, Echtzeit-Zahlungen über Grenzen hinweg rund um die Uhr zu ermöglichen. Die Initiative, die auf der Sibos 2025 in Frankfurt vorgestellt wurde, umfasst über 30 Finanzinstitute aus 16 Ländern und beginnt mit einem Prototyp, der in Zusammenarbeit mit Consensys entwickelt wurde. Das Ledger wird neben bestehenden Zahlungssystemen arbeiten und Compliance- sowie Transaktionsregeln direkt über Smart Contracts in die Zahlungsabläufe einbetten. Dieser Schritt adressiert die Komplexität und die Kosten grenzüberschreitender Zahlungen, die oft durch Zeitzonen und fragmentierte Infrastrukturen erschwert werden. Durch die Einführung eines gemeinsamen digitalen Ledgers will Swift die Transparenz erhöhen, die Abwicklung beschleunigen und operative Reibungsverluste reduzieren, während die Einhaltung regulatorischer Vorgaben gewährleistet bleibt. Das Projekt markiert eine strategische Wende hin zur Integration traditioneller Finanzsysteme mit Distributed-Ledger-Technologie und positioniert Swift als neutralen Koordinator in der sich wandelnden Finanzlandschaft.