Der KOSPI-Index Südkoreas ist seit seinem Höchststand im Juni um über 20 % gefallen, wobei ein Tagesverlust von mehr als 6 % verzeichnet wurde, was auf einen möglichen Eintritt in einen technischen Bärenmarkt hindeutet. Die großen Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix verzeichneten Rückgänge von etwa 7 % bzw. 5 %, da Investoren ihre Einschätzung der Nachfrage nach KI neu bewerten. Trotz der jüngsten Ankündigung von Samsung über eine 19-fache Steigerung des Quartalsgewinns fallen die Halbleiteraktien weiterhin, was die Forderung der Händler nach weiteren Belegen zur Rechtfertigung hoher Investitionen in die Lieferkette unterstreicht. Der südkoreanische Markt, der in diesem Jahr zuvor einer der weltweit besten Performer war, ist aufgrund seiner starken Abhängigkeit von diesen Chipherstellern besonders anfällig. Gehebelte ETFs haben die Marktvolatilität verschärft und sowohl Aufwärts- als auch Abwärtsbewegungen verstärkt. Ian Samson, Portfoliomanager bei Fidelity International, stellte fest, dass die erhöhte Volatilität hauptsächlich auf fundamentale Unsicherheiten zurückzuführen ist, wobei die KI-getriebene Halbleiternachfrage durch etwa 1 Billion US-Dollar an Investitionsausgaben einiger großer Technologieunternehmen gestützt wird. Samson warnte vor potenziellen Abwärtsrisiken, falls diese Chip-Ausgaben sich als nicht nachhaltig erweisen.