Südkorea hat seine Kapitalmarktvorschriften geändert, um tokenisierte Wertpapiere offiziell als regulierte Finanzprodukte anzuerkennen und sie unter die Aufsicht der Financial Services Commission (FSC) zu stellen. Die Nationalversammlung hat die Änderungen des Kapitalmarktgesetzes und des Elektronischen Wertpapiergesetzes genehmigt, wodurch blockchain-basierte Wertpapiere in das regulierte Finanzsystem integriert werden. Dieses neue Rahmenwerk schreibt vor, dass Emittenten und Vermittler Lizenz-, Offenlegungs- und Verwahrungsanforderungen einhalten müssen, wobei der Handel über lizenzierte Makler abgewickelt wird. Die gesetzlichen Änderungen ermöglichen die Tokenisierung einer breiten Palette von Vermögenswerten, einschließlich Immobilien und Kunst, wobei der Markt bis 2030 voraussichtlich 367 Billionen Won (249 Milliarden US-Dollar) erreichen wird. Die überarbeiteten Gesetze, die ab Januar 2027 in Kraft treten, verlangen von Vermittlern die Registrierung und den Erwerb von Lizenzen, während Emittenten standardisierte Offenlegungsanforderungen erfüllen müssen. Das Rahmenwerk umfasst auch Maßnahmen zum Anlegerschutz, um Betrug und Manipulation zu verhindern. Die FSC wird die Umsetzung leiten und mit Branchenakteuren zusammenarbeiten, um die Blockchain-Infrastruktur mit traditionellen Finanzsystemen zu integrieren. Die Änderungen erweitern den Zugang zu nicht standardisierten Investitionsverträgen, die zuvor durch regulatorische Beschränkungen begrenzt waren, und halten gleichzeitig strenge Verwahrungs- und Offenlegungsstandards ein. Dieser Schritt positioniert tokenisierte Wertpapiere als regulierte Erweiterungen der bestehenden Kapitalmärkte und entspricht den globalen Trends zur Integration digitaler Vermögenswerte.