Das südafrikanische National Treasury hat einen Entwurf für Vorschriften vorgestellt, die die Weigerung, private Schlüssel für Kryptowährungsbestände offenzulegen, kriminalisieren könnten. Die Entwürfe der Kapitalflussmanagement-Verordnung 2026 schlagen vor, Kryptowährungen in den Kapitalflussrahmen des Landes zu integrieren, wobei Inhaber verpflichtet werden, Vermögenswerte über einem bestimmten Schwellenwert zu deklarieren und auf Anfrage private Schlüssel an Vollzugsbeamte zu übergeben. Bei Nichtbefolgung drohen Geldstrafen von bis zu 1 Million Rand oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Die Entwurfsverordnungen, die die Devisenkontrollregeln von 1961 ersetzen sollen, beschränken auch den Export von Kryptowährungen ohne Genehmigung des Treasury und gewähren Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbefugnisse an Häfen. Diese Maßnahmen gehen über die bestehenden Vorschriften der Financial Sector Conduct Authority hinaus und spiegeln Bedenken hinsichtlich der Risiken von Stablecoins und der zunehmenden Krypto-Adoption in Subsahara-Afrika wider. Kritiker argumentieren, dass die erzwungene Offenlegung der Schlüssel mit verfassungsmäßigen Rechten gegen Selbstbelastung und Eigentumsrechte kollidiert. Das Treasury hat die Schwellenwerte für verpflichtende Deklarationen noch nicht festgelegt, die öffentliche Stellungnahmen sind bis zum 10. Juni 2026 möglich.